Sinclair ZX SpectrumFoto: public domain || de.wikipedia.org
Beim Sinclair ZX Spectrum handelt es sich um einen Heimcomputer, welcher im Jahr 1982 von Sinclair Research auf den Markt gebracht wurde.
Der ZX Spectrum ist der Nachfolger des Sinclair ZX81. Die Rechenarbeitet leistet ein Zilog Z80A Prozessor mit 3,5 MHz Taktfrequenz. Er verfügt über 16 oder 48kByte Arbeitsspeicher und 16kByte Festwertspeicher (ROM).
Als Datenspeicher wird ein handelsüblicher Compact-Cassetten-Recorder angeschlossen. Über einen Slot können Hardwareerweiterungen angeschlossen werden.
Der Aufbau dieses Computers war so gestaltet, dass er möglichst preiswert produziert und vertrieben werden konnte, diese Eigenschaft besaßen übrigens alle Sinclair-Rechner dieser Zeit.
So konnte man sich günstig einen Computer anschaffen, ohne das Girokonto unnötig zu strapazieren.
Auch bei der Auswahl der Bauteile wurde gespart. Es kamen beim 48K-Spectrum defekte 64-kbit-RAM-Bausteine zum Einsatz, bei denen die jeweils defekte 32-kbit-Bank ausgeblendet wurde.
Ein spezieller Custom-Chip, die ULA, kümmert sich um die Bildschirmdarstellung, die Tonausgabe und die Kassettenrecorder-Schnittstelle.
Die Grafikauflösung des Sinclair ZX Spectrum beträgt 256 × 192 Pixel.
Damit eine Farbdarstellung erzielt wird, wurden jeweils 8 × 8 Pixel in Blöcke zusammengefasst, so dass effektiv nur ein Farbraster von 32 × 24 Blöcken zur Verfügung steht. In jedem Block kann die Vorder- und Hintergrundfarbe aus 8 Farben ausgewählt werden. Zusätzlich können die Farben eines Blocks aufgehellt oder blinkend geschaltet werden. Die Rahmenfarbe kann separat aus 8 Farben ausgewählt werden.
Die Bildausgabe erfolgt auf einem gewöhnlichen Fernsehgerät mittels Antennensignal.
Die Tonausgabe dieses Computers ist wenig berauschend. Im Computer selbst wurde ein Lautsprecher integriert, über welchen die komplette Tonausgabe erfolgte.
Der Prozessor ist für das Ein- und Ausschalten des Lautsprechers verantwortlich. Auch die Erzeugung der entsprechenden Tonfrequenzen übernimmt der Z80A, dies hat zur Folge, dass die Tonausgabe den Prozessor blockiert.
Allerdings gelang es einigen Programmieren mit zahlreichen Tricks zwei- oder sogar mehrstimmige Musik in Spielen zu erzeugen.
Zu einer späteren Zeit kam ein sogenanntes 128k-Modell auf den Markt. Dort wurde zusätzlich der Soundchip AY-3-8910 eingebaut, um dieses Tonproblem zu beheben.
Das Betriebssystem des ZX Spectrum befindet sich in einem ROM in welchem auch der BASIC-Interpreter mit integrierter Eingabeaufforderung enthalten war. Die Tastatur des ursprünglichen Spectrum besteht aus Gummitasten über einer Kontaktfolie.
Da jeder BASIC-Befehl außerdem nur ein Byte Arbeitsspeicher beansprucht, ist unter BASIC ein sehr speicherplatzschonendes Programmieren möglich. Weiterhin kann so der BASIC-Interpreter die Befehle sehr schnell erkennen.
Zahlreiche Erweiterungen von Drittanbietern und ein großes Sortiment an Spielen machten den Spectrum zum erfolgreichsten Computer von Sinclair.