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Historische Computersysteme

Computerklassiker und Raritäten
Bei uns erhalten Sie ausführliche Informationen zu den bekanntesten und beliebtesten Computersystemen der 80-iger und 90-iger Jahre. Mittlerweile sind diese Computer zu echten Klassikern aufgestiegen und erfreuen sich bei Sammlern großer Beliebtheit.

Atari ST

Atari ST

In den Jahren von 1985 bis 1994 wurde vom Computerhersteller Atari die sogenanntem Heimcomputer der ST-Serie produziert du vertrieben. Besonders geeignet war der Atari ST für professionelle Büroanwendungen. Ebenfalls sehr beliebt war dieser Computer in kleineren und mittleren Tonstudios. Der Grund dafür lag in der MIDI-Schnittstelle begründet, welche der Rechner bereits integriert hatte. Als Prozessor fand ein Motorola 68000 Anwendung, welcher über einen 16 Bit Datenbus verfügte. Intern arbeitete die CPU aber mit 32 Bit. Der Adressbus verfügte über 24 Bit.

 

Der Atari ST verfügte als einer der ersten Computer auf dem Markt über eine sogenannte grafische Benutzeroberfläche, welche auch als GEM bezeichnet wurde. Der Hauptspeicher variierte, je nach Modell, zwischen 512 KB und 4 MB. Zu Beginn wurde der Atari ST mit dem Betriebssystem auf Diskette ausgeliefert (TOS 1.0), spätere Modelle hatten das Betriebssystem fest im ROM eingebaut.

 

Die Software-Emulation CPMZ80 für die Z80-CPU und das Betriebssystem CP/M 2.2 wurde kostenlos von Atari mitgeliefert. Dadurch konnten, vor allem zu Beginn, die damals weitverbreiteten 8-Bit-Programme für CP/M, wie z. B. WordStar, dBASE, Multiplan, Turbo-Pascal und andere, auf dem Atari ST weiterbenutzt werden, und die mit diesen Programmen erzeugten Dokumente, Datenbanken, Quellen und Daten blieben erhalten.

 

Die Bildausgabe erfolge auf einem Monitor. Der Anwender hatte dabei die Wahl zwischen einem hochauflösenden Schwarzweiß-Monitor oder einen Farbmonitor mit geringerer Auflösung. Die Farbauflösung betrug 320×200 Pixel bei 16 Farben und 640×200 bei vier Farben. Der zur Verfügung stehende Schwarz-weiß Monitor hatte eine Auflösung von 640×400 Pixeln und eine Bildwiederholrate von 72Hz. Diese Daten waren sehr beeindruckend für die damalige Zeit. Im PC-Bereich hatten die Anwender nur die Wahl zwischen CGA oder Hercules. Eine besonders preisintensive Variante war der EGA-Standard, dieser ermöglichte aber nur eine Auflösung von 640×350 Pixel bei 60 Hz Bildwiederholrate. Aus diesem Grund wurde der Atari ST sehr häufig im CAD- oder DTP-Bereich eingesetzt.

 

Durch die serienmäßige MIDI-Schnittstelle des Atari ST war er auch in Tonstudios häufig anzutreffen. Ein weiterer Vorteil des Atari ST war das Dateisystem, dieses war weitestgehend mit MS-DOS kompatibel. Dieser Umstand ermöglichte es, dass man auf Textdateien zugreifen konnte, egal auf welchem Computer sie angelegt wurden. Auch die Vielzahl der Schnittstellen des Atari ST war zur damaligen Zeit bemerkenswert. Es gab die Möglichkeit zum Anschluss von Grafiktabletts und Kameras, dabei war diese Hardware war zum Teil noch nicht auf dem Markt verfügbar.

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