Amiga 500Foto: Dragan || de.wikipedia.org
Auch der Amiga 500 kommt aus dem Hause Commodore.
Vorgestellt wurde der Amiga 500 zusammen mit dem Amiga 2000 zum ersten Mal auf der CeBit im Jahr 1987. Beide Computer besitzen in etwa die gleichen Leistungsdaten.
Allerdings zielte der Amiga 500 auf Privatanwender mit kleinerem Geldbeutel ab.
Beim Amiga 500 wurde auf ein Desktop- oder Towergehäuse verzichtet und stattdessen ein Design gewählt, das dem des Commodore 128 ähnelte. Bei den Benutzern war der Amiga vor allem als Spielecomputer sehr beliebt, da Bild- und Tonqualität dem damals üblichen PC deutlich überlegen waren.
Der Prozessor des Amiga 500 war eine mit 7,09 MHz (PAL-Variante) oder 7,14 MHz (NTSC-Variante) getaktete Motorola 68000-CPU. Zudem besaß der Computer 512 KByte Arbeitsspeicher. Über Erweiterungssteckplätze konnte der Arbeitsspeicher auf bis zu 9 MByte aufgerüstet werden.
Zu Beginn der Verkaufsphase wurde der Computer mit dem Betriebssystem AmigaOS 1.2 (Kickstart) ausgeliefert.
Recht schnell wurde diese Version überarbeitet und ab 1988 wurde Version 1.2 durch die verbesserte und stabilere Version 1.3 abgelöst.
Wie beim Amiga 1200 muss an den Amiga 500 ein spezielles, mit eigenem Netzschalter versehenes Netzteil angeschlossen werden, da der Amiga 500 keinen Netzschalter hat.
Ab 1991 gab es mit dem Amiga 500 Plus eine neue Variante des Amiga 500. Er ist mit doppelt so viel Arbeitsspeicher (1 MByte) und mit dem neuen Enhanced Chip Set (ECS) statt dem Original Chip Set (OCS) ausgestattet, welches erstmalig VGA-Monitore ansteuern konnte.
Der Amiga 500 Plus wurde von Beginn an mit Kickstart Version 2.04 ausgeliefert. Dieses Betriebssystem war zwar technisch ein großer Schritt nach vorne, hatte aber den Nachteil, dass viele Programme, welche interne Features des Betriebssystems nutzen, nicht mehr funktionierten.
Betroffen waren hier insbesondere Spiele. Sehr bald kamen deshalb Hardware-Erweiterungen auf den Markt, die es erlaubten, zwischen Kickstart 1.3 und 2.0 zu wechseln. Der Amiga 500 Plus fand im Amiga 600 seine Fortsetzung.
Als interessantes Zwischenspiel wurde der Amiga 500 sogar zum Urahn aller Case-Moddings.
Er wurde von Commodore in zwei poppigen Designs (Ball-Design, siehe Bild, und Leoparden-Design) als limitierte Version (10.000 Stück) vertrieben, für die die damals bekannte Fernsehmoderatorin Stefanie Tücking als Namensgeber gewonnen wurde.